Gute Gene

Das vierthöchste BIP pro Kopf im EU-Vergleich und eine F&E-Quote von über 3 Prozent: Österreichs und Tirols Investoren werden immer mehr von der Forschungsleistung im Land angezogen. Die soeben erhöhte Forschungsprämie für Unternehmen dürften den Trend weiter verstärken.

Der bessere Überblick

Zentral in der Mitte des europäischen Kontinents gelegen, umgeben von der einzigartigen Bergwelt der Alpen, geschichtsträchtig und innovativ zugleich - das ist Österreich. Und Tirol gehört dazu.

Tirol ist das zweitwestlichste Bundesland Österreichs mit Grenzen zu Deutschland, der Schweiz, Italien und den österreichischen Bundesländern Vorarlberg, Salzburg und Kärnten. Wenn Tirol sich von einem Großteil Österreichs topographisch auch stark unterscheidet – die Berge sind hier schlichtweg am höchsten – kommt das Land in anderen Bereichen wie Forschungsstärke und Innovationskraft ganz nach seiner Mutter. Wer sich also einen guten Überblick verschaffen will,  wirft seinen Blick am also am besten auch einmal auf Österreich:

Die Republik Österreich, wie wir sie heute kennen, mit ihrer rot-weiß-roten Flagge und der Hauptstadt in Wien, gibt es seit 1945. Das Land hat eine Fläche von 83.871 km2, aufgeteilt in neun Bundesländer. Fast die Hälfte der Fläche ist mit Wald bedeckt (47,6%). Zudem gibt es insgesamt 695 Gipfel über 3000 Meter, zahlreiche Gletscher, 2.194 Fließgewässer sowie 25.000 stehende Gewässer, und 454 Naturschutzgebiete in Österreich.

Wie Tirol ist auch Österreich reich an Natur und gleichzeitig reich an pulsierender Wirtschaft: Auf dem Dauersiedlungsraum von 32.388,90 km2 sind unter anderen 465.000 Unternehmen ansässig. Dort arbeiten rund 4,2 Millionen Erwerbstätige der insgesamt 8,58 Millionen Einwohner des Landes. 33 Universitäten und 21 Fachhochschulen in Österreich sorgen für ein breites Bildungsangebot und sichern die Fachkräfte von morgen. Das BIP des Landes beträgt 38.540 Euro pro Einwohner. Damit liegt Österreich auf dem vierten Platz im EU-Vergleich. Für Forschung werden in Österreich in 2015 voraussichtlich erstmals über 10 Milliarden Euro aufgewendet, womit das Land eine Forschungsquote von 3,01 Prozent erwartet. Im Jahr 2013 war Österreichs F&E-Quote mit 2,97 Prozent die fünfthöchste in Europa - Tirol hat schon in diesem Jahr eine Forschungsquote von 3,14 Prozent erreicht. Sowohl Tirol und Österreich liegen hier weit über dem Durchschnitt der EU-28 mit 2,01 Prozent. Als einer der europäischen sogenannten Innovation Followers erarbeitet sich Österreich in relevanten Rankings jeweils Top-Platzierungen und holt sich im sogenannten Innovation Union Scoreboard 2015 der europäischen Union den elften Platz.

Auch bei der Lebenserwartung steht Österreich mit Rang acht im EU-Vergleich gut da. Im Schnitt werden Österreichische Bundesbürger 81,1 Jahre alt. In einer Studie zur Lebensqualität im internationalen Vergleich liegt Österreich nach Norwegen sogar auf Platz zwei. Durch seine Naturschätze und Einrichtungen zum alpinen Sport bietet Österreich seinen Bewohnern umfangreiche Freizeitmöglichkeiten. Zudem ist das Land reich an Kultur durch viele Traditionen und durch die Habsburger Monarchie.

Lebensqualität, Naturnähe und eine stabile Wirtschaft zeichnen das EU-Mitglied Österreich und Tirol als attraktive Standorte aus. Hinzu kommt die zentrale Lage in der Mitte Europas sowohl auf der Nord-Süd-Achse als auch der West-Ost-Achse. Rund 2.000 km Autobahnen und Schnellstraßen in ganz Österreich sowie ein dichtes Schienennetz und Flugverkehr sorgen für eine gute Infrastruktur. All diese Vorteile locken zahlreiche Gründer, Investoren und Unternehmer an. So wurden im Jahr 2014, im Land im Herzen der Alpen, 37.120 Unternehmen neu gegründet. Unter Betreuung der österreichischen Ansiedlungsagentur ABA Invest in Austria und der regionalen Bundesländeragenturen – in Tirol ist das die Standortagentur Tirol – entschieden sich 276 internationale Investoren für eine Ansiedlung oder Erweiterungsinvestition in Österreich.

Und diese Zahlen dürften künftig weiter steigen: soeben hat Österreich im Rahmen einer Steuerreform die Forschungsförderung ausgebaut. Anders als in Deutschland, wo keine speziellen steuerlichen Maßnahmen zur F&E-Förderung existieren, können Unternehmen in Österreich eine Prämie von nunmehr 12% auf eigene Aufwendungen oder Forschungsaufträge geltend machen. Dieser Bonus wird den Unternehmen bar beziehungsweise als Steuergutschrift ausgezahlt. Die Neuregelung wird bereits ab 1.1.2016 greifen. Unternehmen aus dem In- und Ausland wird sie insbesondere dort zu Wettbewerbsvorteilen verhelfen, wo an eine starke Forschungslandschaft aus Universitäten, Fachhochschulen, Kompetenzzentren und Clustern angedockt werden kann. Zum Beispiel in Tirol.

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