Foto: Bio vom Berg

Von der Hand in den Käse

Der Schnittlauch, der auf der Kohlalm per Hand geerntet worden ist, wird im Tiroler Almschnittlauchkäse der Marke Bio vom Berg verarbeitet.

Biologisch, praktisch, gut

In Tirol erreichen Eier aus biologischer Freilandhaltung der Marke Bio vom Berg in Tirol einen Marktanteil von 20 Prozent. Das macht sichtbar, welche Veränderungen insbesondere kleine Hersteller, in diesem Fall Tiroler Bergbauern, gemeinsam mit einem engagierten Konzept und achtsamen Kunden bewirken können.

2002 gründeten Tiroler Bio-Bergbauern und Bio-Erzeuger gemeinsam die Genossenschaft Bioalpin. So entstand mit Bio vom Berg die erste und bislang einzige unabhängige Erzeugermarke in Mitteleuropa. Die Vermarktungsgenossenschaft bringt Bioprodukte von mehr als 600 ausschließlich Tiroler Obst-, Getreide- und Gemüsebauern, Milchbetrieben, Sennereien, Metzgereien und Hühnerhöfen in den Einzelhandel. Als „eine Marke in Händen der Tiroler Bauern“, beschreibt Obmann Heinz Gstir das Konzept. Und als ein Instrument, das etabliert worden ist, um „die Zukunft der Tiroler Bio-Bergbauern offensiv selbst zu gestalten.“ Die Tiroler freut´s. Denn die können mit der Marke sicher sein, über 130 zu 100 Prozent Tiroler Produkte aus biologischer Herstellung einzukaufen. Zentraler Vertriebspartner der Bio vom Berg-Produkte ist MPreis. MPreis, Anfang der 20er-Jahre als kleines Lebensmittelgeschäft in Innsbruck gegründet und soeben vom Österreichischen Feinkostführer „Genuss 2015“ als Bestes Biogeschäft Tirols ausgezeichnet, betreibt im Alpenraum eine Kette mit über 200 Supermärkten.

Und auch die Tiroler Nachbarn kommen in den Genuss von Bio vom Berg. Denn Vertriebspartner sind mittlerweile auch rund 750 Bio-Läden in Deutschland, an die jährlich rund 60 Tonnen Bio-Käse geliefert werden. Damit werden insgesamt rund 10 Prozent der Waren in Deutschland abgesetzt. Übrigens: Der gesamte Umsatz der Genossenschaft ist seit 2002 von 500.000 Euro Umsatz auf 6,3 Millionen Euro gestiegen, mit einer erneuten Steigerung um zwölf Prozent zu 2013.  „In einigen Produktgruppen ist die Nachfrage sogar größer als unser Angebot“, berichtete Björn Rasmus, der Geschäftsführer von Bio vom Berg anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz für 2014.

In Tirol selbst will man Marktanteile noch an anderer Stelle gewinnen und arbeitet unter anderem daran, die eigene Marke verstärkt auch in der Hotellerie und Gastronomie zu etablieren. „Bio und Regionalität sind zwei Themen, die dort zu den Ansprüchen einer wachsenden Gästezahl zählen. Mit der Authentizität regionaler Bioprodukte können sich Gastwirte durchaus profilieren“, erklärt dazu Rasmus. „Einkaufen können sie Bio vom Berg-Produkte bereits bei den Tiroler Großhändlern eurogast und Neurauter.“ Auch die Stärke in der Produktentwicklung dürfte Bio vom Berg beim weiteren Ausbau unterstützen. Schließlich werden regelmäßig überzeugende Neuheiten präsentiert. Wie der erste Tiroler Bio-Apfelsaft für den Handel aus den Apfelgärten von Haiming und Inzing. Die Wiederbelebung alter Getreidesorten für den Anbau in Tirol. Oder feine Fruchtjoghurt-Spezialitäten, die aus Überzeugung seit kurzem im Glas abgefüllt werden.

Tradition trifft Zeitgeist. Und überzeugte Hersteller Verbraucher, die durch ihre Entscheidung so einiges bewirken. So erreichen Eier aus biologischer Freilandhaltung der Marke Bio vom Berg in Tirol einen Marktanteil von 20 Prozent. „Das gibt es auf der ganzen Welt nicht“, weiß Mitglied Christoph Astner, der einen Bergbauernhof hoch über der Kelchsau bei Hopfgarten führt und jedem einzelnen seiner Hühner eine Freilauffläche von 10 m² sowie Sandbäder, Sitzstangen und natürliche Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. „Dem Kunden sei Dank.“


Bio vom Berg

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