Foto: Tirol Werbung/Bernhard Aichner

Leistungsflüge

Piloten der Innsbrucker Segelfliegervereinigung berichten, dass 10-13 Flugstunden in Tirol keine Seltenheit sind.

Über den Dingen schweben

Strecken bis 1.000 km und Höhen bis 10.000 Meter können Segelflugsportler in Tirol erfliegen. Die thermischen Bedingungen und Hangwindlagen machen das möglich. Entsprechend sind die Ziele durchaus immer wieder international: man erreicht Bayern, Südtirol, Slowenien und die Schweiz.

Tirol ist ein besonderer Spielplatz für Segelflieger, denn im Gegensatz zu manch anderen Gegenden hat Tirol etwas, was es seinen Bergen verdankt – den Föhn. Der ist als leichter und warmer Wind bekannt. Er entsteht, wenn sich ein Tiefdruckgebiet einem Alpenkamm nähert und es regnet. Beim Regnen verliert die Luft an Feuchtigkeit, sie wird trocken und stürzt nach Überwindung des Alpenkamms nach unten. Dabei erwärmt sie sich rasend schnell, so dass im Tal ein lauer Wind herrscht. Für das Fliegen mit den stillen Gleitern  – den Segelfliegern - ideal. Einer der Tiroler Piloten ist überzeugt - Innsbruck sei ein Eldorado: „Turbulenzresistenten Segelfliegern bietet der Föhn hervorragende Bedingungen, um auf ‚Langstrecke‘ zu gehen oder Höhenflüge zu absolvieren, da man schon sehr früh starten kann und nicht auf Thermik ab dem späten Vormittag warten muss“, erklärt er.

Dabei ist es ganz gleich ob Kunst- oder Streckenflug. Während die einen Figuren in die Luft zaubern und dabei bis zu 300 Stundenkilometer Fahrt aufnehmen, fliegen die anderen soweit sie können und erreichen dabei über 1.000 Kilometer. Der Innsbrucker Segelflugverein beweist allein durch die Leistungen seiner Piloten und damit zahlreichen Staatsmeistern in diesen Disziplinen, die er bereits hervorgebracht hat, dass in Tirol beide Flugvarianten hervorragend trainiert werden können. Das Training des Segelflugvereins, der einer der größten in ganz Österreich ist, findet am Flughafen Innsbruck statt. Dabei können auch Untrainierte einsteigen und eine Segelflugausbildung mit erfahrenen Segel- und Berufspiloten absolvieren.

So hat jeder die Chance auf den Geschmack des Augenschmauses beim Blick von oben zu kommen. „Bei schönem Wetter ist der Ausblick phänomenal, sodass man sich kaum sattsehen kann“, erzählt der Innsbrucker Pilot, der vor 16 Jahren sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Doch laut ihm sind nicht nur die Höhenflüge hoch über Innsbruck etwas Besonderes. Ein Erlebnis ist auch das Landen: „links und rechts werden die Berge immer höher während man im Anflug tiefer und tiefer fliegt und ins Tal ‚eintaucht‘.“

 

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Innsbrucker Segelfliegervereinigung

 

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