Foto: Tirol Werbung/Wiedenhofer Martina

Potenzial

Im Projekt "Schule bewegt gestalten" absolvieren die Kinder an beteiligten Schulen auch einen Ernährungsführerschein für ein gesundes Leben.

Gesunde Schule Tirol

Gesundheit ist den Menschen in Tirol wichtig. Von Anfang an unterstützt sie auch die Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) mit verschiedenen Initiativen an Schulen. TGKK-Vorstand Arno Melitopulos und Projektleiterin Elisa Schormüller standen Rede und Antwort:

Was steht hinter „Gesunde Schule Tirol“?

Arno Melitopulos: Wir verfolgen mit dieser Initiative den Grundsatz „Health in All Policies“. Dieser geht von der Erkenntnis aus, dass die Gesundheit der Bevölkerung nur durch gebündelte Anstrengungen in allen Politikfeldern, man könnte auch sagen in allen Lebenswelten, wirksam und nachhaltig gefördert werden kann. Wir sind der Meinung, wir sollten als Tiroler Gebietskrankenkasse auch den gesunden Menschen abholen und ihn unterstützen, damit er nach Möglichkeit auch gesund bleibt. Und hier bieten sich unsere Schulen an, denn hier gibt es enormes pädagogisches und kreatives Potential.

Wie sieht diese Initiative in der Praxis aus?

Elisa Schormüller: Unsere Projekte reichen derzeit von „Do it yourself“, einem Pilotprojekt zur maßgeschneiderten Gesundheitsbefragung und schulindividuellen Umsetzung an Tiroler Allgemeinbildenden und Berufsbildenen Höheren Schulen, über „Gesunde Schule Tirol“, wo 20 Tiroler Schulen ihre Schule in einem umfassenden professionell moderierten Programm gesünder gestalten, bis hin zum Projekt „Schule bewegt gestalten“, mit Bewegungs-Equipment zur bewegten Pausengestaltung sowie dem Ernährungsführerschein, einem umfassenden Ernährungs-Bildungsprogramm samt „Kitchenbox“ für jede teilnehmende Schule. Dazu kommt noch die Initiative „Gesund rund um den Mund“, also Zahngesundheitsvorsorge im Haus der Gesundheit der TGKK, an der jährlich rund 1000 Schülerinnen und Schülern teilnehmen.

Melitopulos: Wir haben als Grundlage ein sogenanntes „Haus der gesunden Schule“ definiert und das beinhaltet alle wichtigen Themen: Ernährung, Bewegung, Psychosoziale Gesundheit, Suchtprävention, LehrerInnengesundheit sowie das Lehren und Lernen, also die Gestaltung des Unterrichts.

Wie soll das in Zeiten knapper Budgets von den Schulen finanziert werden?

Melitopulos: Das ist natürlich eine zentrale Frage. Wir haben als ersten Schritt ein fünfköpfiges Team „Gesundheitsförderung“ aus kompetenten Spezialisten zusammengestellt und stellen auch die erforderlichen finanziellen Mittel zur Umsetzung von Gesundheitsförderungs- und Vorsorge-Projekten an den Schulen zur Verfügung. Auf dem Weg zur gesunden Schule sind zudem die Unterstützung und die Zusammenarbeit mit professionellen Partnern wie dem Landesschulrat maßgebliche Erfolgsfaktoren. Frau Landesrätin Beate Palfrader, seit Jänner dieses Jahres Amtsführende Präsidentin des Landesschulrates, unterstützt uns bei unserer Initiative ganz enorm.

 

Dieser Beitrag ist in einer ausführlicheren Fassung auch im Standort 03/2014 erschienen. Die gesamte Online-Ausgabe können Sie hier lesen.

Zurück

Mehr zum Thema

Druck der vierten Dimension

Komplexität und Effizienz von 3D Tissue Engineering werden an der Meduni Innsbruck signifikant gesteigert.

Mehr erfahren

In der Welt Zuhause

Sie wollen, dass Ihre Kinder in Tirol Internationale Schulen besuchen?

Mehr erfahren

Mechatronik kann mehr

Sich mit besten Zukunftsaussichten bilden lassen - das geht in Tirol auch mechatronisch.

Mehr erfahren