Foto: Bionorica

Vorreiter

In Innsbrucker Laboren der Bionorica wurde gemeinsam mit universitäre Partnern die Nah-Infrarot-Spektroskopie für Qualitätskontrollen und die pharmakologische Forschung entwickelt. Jetzt wird ausgebaut.

Neue Forschungslabore

Die Bionorica SE aus dem deutschen Neumarkt unterhält mit der Bionorica research ihr Forschungs-Headquarter in Innsbruck und hat dort ihre Laborflächen kürzlich noch einmal erweitert.

Die Natur ist die größte Apotheke der Welt“, pflegt Michael Popp, Vorstandsvorsitzender und Eigentümer der Bionorica SE, immer wieder zu sagen. Um den heilenden Kräften der Natur für die Herstellung von apothekenpflichtigen pflanzlichen Arzneimitteln, sogenannten Phytopharmaka, auf die Spur zu kommen, setzt das Paradeunternehmen aus Deutschland (1340 Mitarbeiter in 50 Ländern, Netto- Umsatz 2013 232,9 Millionen Euro) auf Forschung – und das seit genau zehn Jahren auch in Innsbruck. Pünktlich zu diesem runden Geburtstag eröffnete die Forschungstochter Bionorica research Anfang 2015 ihre neuen Forschungslabore im Innsbrucker Science Park. Und bekräftigt laut Popp damit auch das Bekenntnis zum langfristigen Engagement der Bionorica am Standort Tirol.

Das auf die Analytik von Heilpflanzen spezialisierte Unternehmen verdoppelt somit seit der Ansiedlung seine technischen Kapazitäten. Mittlerweile beschäftigt Bionorica research 29 Mitarbeiter und investierte in den vergangenen Jahren über 30 Millionen Euro in moderne Laborausstattung und Forschungsprojekte am Standort – weit mehr als zum Zeitpunkt der Gründung vorgesehen. Wichtigste Innsbrucker Forschungspartner sind das Institut für Analytische Chemie und Radiochemie der Uni Innsbruck und das ADSI (Austrian Drug Screening Institute), mit dem Bionorica derzeit mehr als 100 verschiedene Heilpflanzen mit modernsten Screening-Verfahren auf deren Potenzial zur Behandlung von Krankheiten wie dem Metabolischen Syndrom oder Diabetes analysiert.

Und die Forschungsleistungen der Bionorica research können sich sehen lassen. So wurde erst kürzlich eine neue Technologie, die Nah-Infrarot- Spektroskopie zur effizienten Identitäts- und Gehaltsprüfung an Pflanzen und Fertigarzneimitteln, gemeinsam mit den universitären Partnern entwickelt und erfolgreich in der Qualitätskontrolle und pharmakologischen Forschung etabliert. Weiters gibt es seit 2011 bei der Bionorica research das einzige GLP-zertifizierte Labor Westösterreichs für Bioanalytik, Voraussetzung für die Durchführung von klinischen und nichtklinischen Studien.


Dieser Beitrag ist auch im Standort Tirol, Ausgabe 01/2015 erschienen. Die gesamte Online-Ausgabe können Sie hier lesen.


Bionorica research GmbH
Bionorica SE

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