Foto: Bruno Klomfar

"Beste Entscheidung"

Ganz aus Holz und hoch energieeffizient - in der Wohnanlage "Niedermühlbichler Gründe" in Jenbach der Neuen Heimat Tirol fühlt Mario Kocher sich wohl.

Wohlfühl-Traum

"Holzbau und Energieeffizienz gehören wie ein Schuh zum anderen", sagt Michael Flach vom Holzbaulehrstuhl der Uni Innsbruck. Weil zur Energieeffizienz für ihn auch Nachhaltigkeit gehört. Dazu kommen das wohlige Klima und der warme Charakter von Holz. Alles zusammen genießen in Tirol Wohnungsbesitzer, Arbeiter und Angestellte sowie längst auch Urlaubsgäste.

„Einzigartig!“ – so beschreibt Mario Kocher seinen wahr gewordenen Wohntraum, den er seit eineinhalb Jahren lebt. Die Holzbau-Passivhaus-Wohnanlage in Jenbach steht stellvertretend für die perfekte Inszenierung von Massivholzbau in Kombination mit Passivhauselementen. „Besonders reizvoll ist schon das äußere Erscheinungsbild, denn Holz strahlt dermaßen viel Wärme und Geborgenheit aus, dass man sich einfach nur wohlfühlen kann!“ Mario Kocher lebt in einer von insgesamt 67 Wohnungen der Anlage, für ihn die beste Entscheidung, die er getroffen hat: „Die gesamte Anlage ist aus Holz mit Ausnahme des Stiegenhauses. Ich hatte noch nie so niedrige Heizkosten und auch die Dämmung ist unglaublich. So macht Wohnen richtig Spaß!“

Bauträger der Anlage war die Neue Heimat Tirol, der von ihr zur Errichtung beauftragte Betrieb Holzbau Schafferer aus Navis. Schafferer, ein 30-Mann-Betrieb weiß, wie Holzbau geht. Heimste das Unternehmen auch gerade wieder den Tiroler Holzbaupreis 2015 ein. Und das gleich zweimal. Einmal für das am Großglockner gebaute Gradonna Mountain Resort. Und einmal für den Bau des Privathauses Glatzl/Krismer in Natters, das mehr Energie erzeugt, als es benötigt. Denn Schafferer ist nicht nur auf Holzbau, sondern auch auf den Bau sogenannter Passivhäuser - das sind Häuser mit einem besonders niedrigen Heizwärmebedarf von unter 15 pro Quadratmeter pro Jahr - spezialisiert. Und ist deshalb nicht nur Mitglied der IG Passivhaus sondern, gemeinsam mit weiteren Tiroler Holzbauspezialisten wie Fritz Martin oder Wegscheider, auch des Clusters Erneuerbare Energien Tirol.

Eine runde Sache, meinen wir, denn Holzbau und Energieeffizienz gehören wie ein Schuh zum andern. Michael Flach von der Universität Innsbruck erklärt, warum: „Wenn man energieeffizient denkt und baut, ist einem Nachhaltigkeit in der Regel wichtig. Da Begriff Nachhaltigkeit aus der Forstwirtschaft stammt, kommt man nicht umhin, auf Holz zu setzen, denn Holz ist ein regional verfügbarer und nachwachsender Baustoff, der auf Grund seines geringen Gewichts und der kurzen Wege im Transport punktet und das ist, neben all den anderen Vorteilen wie der CO2 Speicherung, für eine ganzheitliche Bewertung ausschlaggebend.“

Für Flach ist der Standort Tirol ganz klar die Hochburg sowohl für Holzbau als auch für Energieeffizienz, weil an der Universität auf diesem Gebiet viel in Forschung und Entwicklung investiert und geleistet wird und das soll auch zukünftig so bleiben. „Ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass Tirol die Holzbau-Metropole schlechthin ist, denn es gibt kaum einen anderen Standort, der über eine derart große Dichte an kompetenten Firmen und hochwertiger Holzproduktion verfügt und den europäischen Markt maßgebend beliefert.“

Umso erfreulicher, dass auch die Tiroler Industrie mit neuen Hallen und Gebäuden mehr und mehr auf Holzbau setzt. Von den großen Holzbanbietern wie Pfeifer angefangen über die Holzbauer wie Holzbau Unterrainer selbst bis hin zu Industriegrößen wie der Plansee-Tochter Ceratizit. Auch letztere hat für ihren Hallenneubau zuletzt eine Holzkonstruktion gewählt. Und auch sie holte sich dafür den Tiroler Holzbaupreis 2015. Es ging Ceratizit um gute Arbeitsbedingungen und ein räumliches Wohlbefinden für die Mitarbeiter. Die Aussichten, dass diesen das Werken in der neuen Halle künftig ebenso viel Spaß macht wie Mario Kocher sein Wohnen, stehen gut.

Ausgewählte Links:

Holzbau Schafferer
Gradonna Mountain Resort
Holzbaupreis Tirol 2015
 

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