Mehr Licht für die weite Welt

Bartenbach, Lichtexperte mit Sitz in Aldrans, arbeitet an einer digitalen Plattform, um sein Know-how für perfektes Licht und hochwertige Beleuchtungsanlagen an Partner in der ganzen Welt zu vermitteln.

Im Dezember 2015 rasselte der Ölpreis so richtig in die Tiefe, weniger als 30 Dollar kostete das Barrel auf einen Schlag. Die Folgen des Preisverfalls bekam man auch in Aldrans zu spüren. „Diese arabische Krise hat auch uns erwischt“, sagt Christian Bartenbach, CEO des Tiroler Lichtprofis, Großaufträge wie jener für Mekka lagen plötzlich auf Eis. Bartenbach reagierte mit Gesamtlichtlösungen, je nach Projektart und Kundenwunsch werden Dienstleistungen – von der Planung bis zur Lieferung – individuell zusammengestellt und die Projekte bis zum Ende komplett abgewickelt. Allerdings seien, so Bartenbach, gerade bei kleineren und mittleren Projekten lokale Partner angesagt. „Wir beleuchten von Aldrans aus zwar die ganze Welt, sind aber irgendwie überall und nirgends“, beschreibt Bartenbach das Dilemma. Was das in Zahlen bedeutet, zeigt die Bartenbach-Niederlassung im Kanton Zürich: Seit Bestehen hat sich das Planungshonorar in der Schweiz verzehnfacht. „Man hat direkt vor Ort ein anderes Standing beim Kunden“, weiß Bartenbach. Kein Wunder also, dass sich die Lichtexperten überlegten, wie sie ihr Know-how, ihren Forschungsoutput und ihr Wissen zum Kunden bringen können – und begannen, über ein digitales Netzwerk ein Partnermodell zu entwickeln. Herzstück dabei ist die Systemplattform „Kernel“.


„Für die Plattform soll all unser Wissen rund ums Licht so aufbereitet werden, dass es weltweit Partner verstehen und anwenden können“, erläutert Christian Bartenbach. Über die Plattform, so der Plan, sollen sich Partner verlinken können, um gemeinsam – dank standardisierter Prozesse, selbem Projektmanagement  etc. – Projekte umzusetzen. Auch als Plattform für evaluierte Produkte soll Kernel dienen, die Partner, so Bartenbach, können sich darauf verlassen, für welche Anwendungen diese Produkte einsetzbar sind.„Derzeit sind wir mit der Infrastruktur beschäftigt: Wir führen ein ERP-System ein, vereinheitlichen unsere Planungsprozesse, suchen eine geeignete Schnittstelle und Datenbank für die Plattform“, beschreibt Bartenbach den Projektstand. Mit der Partnersuche hat man begonnen, dabei greift man auf eigene Erfahrung zurück. Bartenbach: „Allein mit Bildern und Präsentationen fällt es schwer, unser Wissen über Licht zu vermitteln." Die Lösung ist die Lichtwelt, wo das Thema Licht an konkreten Beispielen im Haus gezeigt wird: „In den meisten Fällen erkennen die Kunden unsere Philosophie, dass Licht eine ganz entscheidende Bedeutung hat.“ Insofern wäre es ideal, wenn Bartenbach-Partner eine Lichtwelt vor Ort hätten, „es wäre natürlich ein Alleinstellungsmerkmal“. Wissend, dass dies für zukünftige Partner eine beträchtliche Investition bedeutet, „fangen wir mit den ersten klein an“. Denn das Ziel, das Bartenbach mit seiner digitalen Netzwerkplattform verfolgt, ist klar – von vielen Orten aus die ganze Welt beleuchten.


Link: www.bartenbach.com


Dieser Beitrag über das Unternehmen Bartenbach - ein Mitglied im Cluster Mechatronik Tirol - ist soeben in der Ausgabe Nr. 34 des "Standort Tirol" erschienen. Die gesamte Ausgabe mit weiteren Nachrichten aus dem Innovations- und Technologieland Tirol können Sie hier nachlesen.

 

Zurück

Mehr zum Thema

"Es ist ganz einfach bequem"

Technologieprovider Alexander Wahler von Onlim im Interview zu smarten Sprachassistenten.

Mehr erfahren

Fischer im Metaboliten-Teich

Der Weg zur Routinediagnostik dürfte bei der Biocrates Life Sciences AG über die Börse führen.

Mehr erfahren

"Der Markt ist die Welt"

Plansee SE-Geschäftsführer Ulrich Lausecker über Wettbewerbsfähigkeit vom Naturjuwel Außerfern aus.

Mehr erfahren

Digitalisierung als große Chance

Edwin Meindl im Interview zum Thema Digitalisierung.

Mehr erfahren

Automatisch voll ausgelastet

Die Maschinen werden von Swarovski in Zusammenarbeit mit Hermle selbst erstellt.

Mehr erfahren

Die Oberländer Brückenbauer

Tiroler Stahl-Know-how fürs deutsche Rappbodetal.

Mehr erfahren

Der Zeitfaktor wird unterschätzt

Biotech-Investor und Wahltiroler Jürg Meier im Interview.

Mehr erfahren

"In Tirol liegen unsere Wurzeln"

Anton Seeber im Interview. Mit der Leitner AG ist er da daheim, wo Seilbahnen zu Hause sind.

Mehr erfahren

Perfekte Dichtheitskontrolle

Das Kirchbichler Start-up Single Use Support hat Big Pharma im Visier.

Mehr erfahren

Tirol als digitaler Reizfaktor

Attraktiver Heimmarkt inklusive verfügbaren Fachkräften für IKT-Profis.

Mehr erfahren

Suche nach smartem Zapfhahn

Innovationsassistent als Triebfeder bei Gruber.

Mehr erfahren

"Bedingungen wirklich sehr gut"

Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf über den Standort Tirol im internationalen Vergleich.

Mehr erfahren

Cometenhafte Forschung

Tiroler Unternehmen profitieren von Kooperationen im COMET-Programm.

Mehr erfahren

Solarpotenzial von Fassaden

Wie viel Energie könnte die Fassade Ihres Hauses liefern?

Mehr erfahren

Glück als Standortvorteil

Wirtschaftsforscher Hannes Leo erklärt, wie die Tiroler Lebenszufriedenheit den Standort stärkt.

Mehr erfahren