Foto: Lebensraum Tirol Holding

"Tirol als jene Region, die vorbildlich mit der alpinen Natur wirtschaftet, profilieren."

Josef Margreiter will mit der Marke Tirol kompatible Stärken des Landes besser zum Ausdruck bringen.

Den Imagevorteil Tirols nützen

Josef Margreiter über die Aufgabe, den Lebensraum Tirol mit alpinen Kompetenzen zu stärken und die Tourismusmarke Tirol zur Standortmarke auszubauen.

Seit Jänner sind Sie Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding – wie ist diese aufgestellt?

Josef Margreiter: Die Lebensraum Tirol Holding hält zu hundert Prozent die GmbHs Tirol Werbung, Agrarmarketing Tirol und Standortagentur Tirol. Die Unternehmensgruppe begleitet ein Beirat, in dem die sektoralen Interessensvertretungen und unsere Hochschulen vertreten sind. Das Entscheidungsgremium der Gruppe ist der Aufsichtsrat, dem der Landeshauptmann Günther Platter vorsteht und in den auch Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Tourismus eingebunden sind.

Was sind die Aufgaben?

Margreiter: Tirol hat als Herz der Alpen und als Marke international einen guten Namen und strahlt das Bild des wunderschönen Gebirgslands mit hoher Lebensqualität und erfolgreicher Tourismus- und Freizeitwirtschaft aus. Tirol betreibt aber keine touristische Monokultur, sondern auch eine gesunde, sehr breit aufgestellte Wirtschaft und Industrie. Daher sollen mit der Marke Tirol kompatible Stärken des Landes besser zum Ausdruck gebracht und gefördert werden – das ist neben den Synergien zwischen den gehaltenen Unternehmen die Kernaufgabe der Lebensraum Tirol Holding.

Dazu benötigt es eine Markenkonzeption.

Margreiter: Ausgehend von der starken Position im Tourismus, wurden im Rahmen der Markenkonzeption acht Stärkefelder festgelegt. Für einen erfolgreichen Start haben wir fünf Schwerpunkte gesetzt, diese nehmen wir mit unseren Tochterunternehmen in Angriff.

Und die wären?

Margreiter: Ein Thema, für das schon Umsetzungsschritte eingeleitet wurden, sind die kulinarischen Vorzüge Tirols. Tirol repräsentiert 50 Prozent der Almflächen Österreichs, ist aber z.B. kaum bekannt für Almkäse. Hier ist Profilierung durch Produktentwicklung und Platzierung in der Gastronomie angesagt. Ein weiteres Thema ist „Wirtschaften mit der alpinen Natur“. Tirol hat viel Kompetenz und Qualität in diesem Bereich aufgebaut, von der alpinen Sicherheit über touristische Infrastruktur bis zur Berglandwirtschaft. Das dritte Thema betrifft unsere Führungsposition als Alpinsportland, Nummer 4 ist die Gesundheitskompetenz.

Welche Rolle spielt dabei Technologie?

Margreiter: Das ist das Thema Nummer 5. Als Innovationstreiber schafft Technologie neue Möglichkeiten zu leben, zu lernen und zu wirtschaften. Technologie ist zudem wichtig für das Gesamtziel, Tirol als jene Region, die vorbildlich mit der alpinen Natur wirtschaftet, zu profilieren. Es geht um nachhaltige und umweltfreundliche Lösungen für unser Leben und Wirtschaften im alpinen Raum. Damit haben und entwickeln wir nicht nur Kompetenzen und Lösungen für uns selbst, sondern auch solche, die international von Interesse sind.

Und dies subsumiert unter „Alpine Technologien“?

Margreiter: Ja, damit kann sich Tirol am besten profilieren und es gibt auch viel Know-how im Land. Um nur ein Beispiel zu nennen: Mit Beförderungstechnologie für den alpinen Raum kann man weltweit urbane Transportmöglichkeiten anbieten.

Inwieweit profitieren Unternehmen von der Marke Tirol?

Margreiter: Tirol mit seiner Marke ist die Summe aller starken Marken im Land. Inwieweit Unternehmen von der Marke profitieren, hängt davon ab, wie sie sich mit Tirol in Verbindung bringen. Das ist ein Vorteil gegenüber Unternehmen aus nicht so bekannten Regionen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Produkte Top-Qualität haben. Dann kommt aber schon der Imagevorteil dazu. Im Tourismus nutzen wir ihn schon sehr gut, wir können ihn aber auch für andere Sektoren ins Treffen führen.


Lebensraum Tirol Holding

 

Dieser Beitrag ist im aktuellen „Standort Tirol“, Ausgabe Nr. 36, erschienen. Die gesamte Ausgabe mit weiteren Nachrichten aus dem Innovations- und Technologieland Tirol können Sie hier nachlesen.

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