Foto: Standortagentur Tirol

Strom tanken...

... und zwar dann, wenn es paßt!

Strom tanken

Wenn Elektromobilität die Herausforderung ist, ist innovative Infrastruktur die Lösung. So sieht man das in Tirol. Und entwickelt spannende Lösungen.

Die Anzahl der Elektrofahrzeuge in Österreich nimmt zu - Grund genug eine passende Infrastruktur für ein sauberes Fahren ohne Co2-Emmissionen aufzubauen. Strom für Elektrofahrzeuge sollte möglichst umweltfreundlich produziert werden. Doch abhängig von Wind und Sonne ist nicht immer gerade dann, wenn das Elektrofahrzeug aufgeladen werden muss, auch genügend Strom durch erneuerbare Energien vorhanden. Wie kommt also der Strom, genau dann zum Elektroauto, wenn er gerade Produktionsspitzen erlebt? Mit dieser Frage hat sich die enerChange GmbH, eine gemeinsame Gründung von sieben Tiroler Unternehmen aus den Fachbereichen IT, Mechatronik und Erneuerbare Energien beschäftigt und innovative Lösungen für den Ausbau einer passenden Infrastruktur für Elektrofahrzeuge entwickelt.

Dazu stellt das Unternehmen Ladestationen her, die Fahrzeuge mit überschüssigem Strom aus der regenerativen Erzeugung aufladen. Damit die Erzeugungsspitzen bei der Stromproduktion genutzt werden können, ist eine zeitliche Abstimmung der Ladestation mit dem Fahrer und dem Stromerzeuger notwendig. Hinzu kommen die Spitzen im Stromverbrauch, zum Beispiel, wenn nach Feierabend der Berufsverkehr beginnt. Also bringt man den überschüssigen Strom und die Benutzerwünsche durch Kommunikation und moderne Informationstechnologie zusammen. Die Ladesäulen kommunizieren mit Stromerzeugern und Anwendern und stimmen die Nutzung der Säulen zeitlich ab. So können Erzeugungsüberschüsse genutzt werden, Benutzerwünsche berücksichtigt werden und gleichzeitig die Ladevorgänge zeitlich verteilt werden.

Derzeit gibt es bereits über 200 Ladestationen und eine interaktive Karte, so dass Anwender die Ladestation mit dem passenden Stecker für ihr Auto auf ihrer Route oder in ihrer Nähe bequem finden können.


enerChange GmbH

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