"Schifoan"

Olympiasieger, Gesamtweltcupsiegerin, Vize-Olympiasiegerin - die Titelliste von Niki Hosp und Mario Matt könnte man noch viel länger fortführen.

Ob in der ARD Sportschau oder im ORF-Fernsehen – Österreichs und Tirols Skisport-Fans fiebern im Winter regelmäßig vor den Fernsehgeräten mit ihren Skistars mit und feiern ihre Siege. Immer wieder sorgen die Pistenheroes dabei für Gänsehautfeeling und Glücksmomente. Die im Einstieg erwähnten Champions stammen wie zahlreiche andere aus Tirol. Sie begannen ihre Sportler-Karriere dort, wo Skifahren Volkssport ist und damit wichtig im Leben der Menschen.

Ob alt oder jung – „aufi geht’s aufn Tiroler Berg“, um dann „obe zu foan“. Mit gerade mal zwei Jahren stehen Kinder das erste Mal auf den Brettln. Wenn nicht die Eltern die Kunst des Skifahrens der Nachfolgegeneration weitergeben, sind es die Skilehrer, die den Kleinsten bei ihren ersten Fahrten unter die Arme greifen. Freilich vermitteln diese den Alpinsport aber auch den Urlaubern im Land. Insgesamt sind mehr als 7.000 SkilehrerInnen und SchneesportlehrerInnen in mehr als 300 Tiroler Skischulen tätig und bringen Einheimischen und Gästen die richtige Technik fürs Carven & Co bei.  

Dabei ist das Carven eine der neusten Techniken, die erst durch die Erfindung von Tiroler Toni Seelos möglich geworden war. Der vierfache Weltmeister, der von 1911 bis 2006 lebte und als Skilegende gilt, erfand den Parallelschwung und sorgte damit für eine Revolution im Skisport, bei dem davor noch der Stemmschwung üblich war. Heute herrscht Vielfalt der Technik wie nie. Während Snowboarder – auf nur einem Brett - und Ski-Freestyler eigens gebaute Rampen hochjagen und bei imposanten Sprüngen Pirouetten zum Besten geben, lässt so manch anderer Skifahrer die Ursprünge des Skifahrens mit der Telemark-Technik wieder aufleben. Dabei kniet er jeweils am bergseitigen Ski und geht mit freier Ferse in die bekannte Haltung, die einem Ausfallschritt ähnelt. Andere wiederum kleben häufig aus Wolle und Nylon bestehende Tourenskifelle an die Unterseite ihrer Ski. Damit steigen sie - anstatt Lifte zu benutzen - den Berg aus eigener Kraft hoch und genießen die Abfahrt auf Pulverschnee oder präparierten Pisten umso mehr.

Ganz egal, welche der Techniken und Skisportarten, für jede gibt es den passenden Ski. Genau auf die Bedürfnisse des Skisportlers abgestimmt sind die handgefertigten Ski von XQZT, einem Tiroler Start-up Unternehmen. Maße, Vorspannung, Steifheit und Design der Ski sind völlig individuell. Jeder Ski ist als Unikat und aus Holz und oder modernstem Material gebaut. So vielfältig wie Fahrtechnik und Skier haben sich auch Seilbahntechnik und mit ihr ein ganzer Wirtschaftszweig entwickelt. 980 Bahn- und Liftanlagen modernster Technik mit im Winter durchschnittlich 7.000 Mitarbeitern bringen die zahlreichen Sportler sicher und schnell auf ihre geliebten Pisten. Wo laufend Innovation erwächst, ist auch die Wissenschaft an Bord. Eine ihrer jüngsten Erfindungen ist eine künstliche Wolke, die effizient und Ressourcen schonend echten Naturschnee erzeugt. Im letzten Winter hat die Schneewolke ihre Testphase in einem Obergurgler Freiluftlabor absolviert. Für Ihren baldigen breiteren Einsatz halten wir kräftig die Daumen.

Egal ob Tiefschnee, Buckelpisten, Snowparks oder glatt präparierte blaue, rote oder schwarze Pisten – Tirol bietet seinen und anreisenden Wintersportlern alles, was ein Skifahrerherz begehrt. Schon dreimal holten diese Top-Bedingungen auch Olympische Spiele ins Land. Jedes Jahr in Tirol zu Gast ist die Welt des Spitzensports bei den Kitzbüheler Hahnenkammrennen. Dann stürzen sich die Skiasse die berüchtigte Streif hinunter. Säumen rund 80.000 Zuschauer sämtliche Rennstrecken. Und verfolgen Millionen von internationalen TV-Zuschauern das Spektakel vor Ort. Und erleben dabei ein Land, in dem Helden wie Niki Hosp zuhause sind und das „Schifoan“ Volkssport ist.

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