Foto: Standortagentur Tirol

Zum Glück Tirol

Ein attraktives Land zum Leben und Arbeiten.

Gelungene Balance

John Elliott durfte sich glücklich schätzen, ein Interview wurde ihm gewährt. Nicht mit irgendwem, sondern mit ihm, Jigme Singye Wangchuck, dem seit 15 Jahren regierenden 32-jährigen König von Bhutan.

Die journalistisch brennende Frage des Jahres 1987, nämlich welche der vier Schwestern, mit denen Jigme Singye Wangchuck seit 1979 zusammenlebte, er nun endlich heiraten würde, durfte Elliott nicht stellen. Zum Glück, muss man im Nachhinein sagen, entstand doch so ein Gespräch über die politische und wirtschaftliche Situation des versteckten Himalaya-Königreichs, das Elliott als Reisebericht in der „London Financal Times“ unterbringen konnte. Der Titel der Story war Programm: „The modern path to enlightenment“ – ein moderner Weg zur Erleuchtung, den Jigme Singye Wangchuck mit Hilfe des BNG, des Bruttonationalglücks, finden wollte.

Mit Elliotts Interview wurde das Bruttonationalglück in der westlichen Welt bekannt. Definiert wird es als Versuch, den Lebensstandard in breit gestreuter, humanistischer und psychologischer Weise zu definieren und dem herkömmlichen Bruttonationaleinkommen, einem ausschließlich durch Geldflüsse bestimmten Maß, einen ganzheitlicheren Bezugsrahmen gegenüberzustellen. Was esoterisch klingen mag, ist es in Wahrheit nicht. Denn der bhutanische Staat befragt seine Bürger regelmäßig, ob sie zufrieden und gesund wären, ob sie genug Geld fürs Leben hätten oder ob sie täglich beteten und meditierten. Und hat der Wirtschaft einem strikten Umweltschutz verpasst.

Was im Himalaya seinen Ausgang genommen hat, hält nun auch immer mehr Einzug in das Denken westlicher Wissenschaftler, Wirtschaftler und Politiker. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP), so der Tenor, reicht als Gradmesser des nationalen Wohlstands und der Lebensqualität eines Landes nicht mehr aus. Schließlich misst es lediglich den Gesamtwert aller am Markt gehandelten Waren und Dienstleistungen. Zum Beispiel hält Hannes Leo, Wirtschaftsforscher und Berater im Bereich research and policy consulting, fest: „Lebensqualität und Lebenszufriedenheit haben direkt positive Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes. Sie heben einen Wirtschaftsstandort von anderen ab und machen ihn für Fachkräfte und Unternehmen besonders interessant. Lebenszufriedenheit ist somit ein nicht zu vernachlässigender Faktor für ökonomischen Erfolg.“

Tirol punktet diesbezüglich. 76 Prozent der Tiroler empfinden – laut einer von der Standortagentur Tirol in Auftrag gegebenen Befragung – ihre Heimat als attraktiven Standort zum Leben und Arbeiten, Speziell in Hinblick auf die Themen Gesundheit (84 Prozent) und Ausgleich zwischen Arbeit und Privatleben (76 Prozent) wird Tirol von seinen Bewohnern besonders positiv wahrgenommen. Der Balance-Akt zwischen beruflichem Erfolg, Familie und Freizeit gelingt hier besonders gut – ein Segen, den die Tiroler zu schätzen wissen. Sie sagen deshalb: „Zum Glück Tirol“.

Warum erfolgreiche Unternehmer und Wissenschaftler Tirol zu ihrem beruflichen Standort gemacht haben, erzählen einige von ihnen im Video-Channel dieser Website.

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