Foto: Tirol Werbung/Koopmann Jörg

Der Inn

An seinen Ufern lässt es sich ausgezeichnet chillen, bouldern und pritschen. Oder suchen Sie doch eher den Adrenalinkick im Wasser?

Hauptschlagader

Mit einer Gesamtlänge von 517 Kilometern einer der längsten, mit 823 Gletschern im Einzugsgebiet einer mächtigsten Alpenflüsse: der Inn. Schon sein Leben lang fließt er großteils durch die Alpen. Und entlang von 212 Kilometern von dessen Westen nach Osten durch Tirol.

Aus dem Schweizer Engadin kommend, mündet er bei Passau in die Donau. Dank vergleichsweise hoher Niederschlagsmenge und Abflussrate in den Alpen ist er nicht nur der zweitwasserreichste Fluss Österreichs, sondern der viertwasserreichste Fluss auch in ganz Deutschland. 

Wo der Inn Tirol trifft? Als noch ganz kleiner Fluss passiert er in Martina, einem 100-Seelen-Dorf in der Schweiz, die Grenze nach Tirol. Wenn er nach Kufstein Tirol wieder verlässt, ist bereits ansehnlich breit. Auf seiner Reise durchs Land haben die Tiroler seine Kraft zur Erzeugung von Strom genutzt oder Staustufen - inklusive eigener Fischaufstiegshilfen - zum Hochwasserschutz angelegt. Ihn aber auch gehegt und gepflegt. So besteht zwischen den Gemeinden Fließ im Tiroler Oberland und Kirchbichl kurz vor Kufstein eine längere freie Fließstrecke von insgesamt 150 Kilometern. Die außerdem zunehmend renaturiert wird. So wurden zuletzt im Gemeindegebiet Tösens/Serfaus sechs Hektar Auwaldgebiet abgesenkt. Schlicht und einfach, damit sich dort mit Hilfe von regelmäßigen Überschwemmungen ein standorttypischer Auwald entwickeln kann. Nur ein Beispiel für bisher insgesamt zwölf neue Renaturierungen entlang des Inns in Tirol. Zehn weitere sollen folgen.

Das nützt freilich nicht nur der Tier- und Pflanzenwelt. Denn weitere Flussbette, Auen und Schotterbänke schützen vor Hochwasser. Und schenken den Menschen zudem wertvolle Erholungs- und Erlebnisräume.

Entspannen am Strand, sich wie am Meer fühlen und dabei eine tolle Aussicht auf die Berge haben – das geht beispielsweise am „Inn-Beach“ in Innsbruck. Hier und anderen zahlreichen weiteren Stellen bieten sich laue Sommernächte an, um am Lagerfeuer zu sitzen, ein kühles Blondes zu trinken und zu Grillen. Mit der Hans-Flöckinger-Promenade, der Völser Au oder die Sillmündung in der Reichenau liegen einige der Hot-Spots auch in und um Innsbruck. Und bieten Gelegenheit zum Chillen, Slacklinen, Skaten, Beach-Pritschen, Bouldern und vielem mehr.

Wer Action und Adrenalinkick sucht, der ist bei einer der zahlreichen geführten Rafting-Touren dabei. Zum Beispiel in der Imster Schlucht, einem echten Naturparadies im Herzen Tirols. Weit gemütlicher als Memminger Wasserwalze & Co ist da schon wieder der Innradweg. Mit 520 Kilometern ist er einer der längsten Radwanderwege Europas. In fünf Etappen und 230 Kilometer begleitet er das Wasser auf seinem Weg durch Tirol. Radler entdecken dabei nicht nur die Landschaft im Tal, dem der Inn seinen Namen gibt, sondern auch nette kleine Städte und das Freizeit-Geschehen rund um den vielseitigen Fluss – der Hauptschlagader Tirols.

Zurück

Mehr zum Thema

Der bessere Überblick

Tirol gehört zu Österreich. Und kommt bei vielen Themen ganz nach seiner Mutter.

Mehr erfahren

Einfach praktisch!

Mit Wander-Apps leichter und sicherer zum Gipfel stürmen.

Mehr erfahren

Die Grande Dame Tirols

Mit der Europabrücke haben die Tiroler eine Nord-Süd-Achse für die Ewigkeit errichtet.

Mehr erfahren